Rezension: Der schwarze Thron - Die Schwestern | Kendare Blake*

17 Juni 2017

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penhaligon | Band 1 | Paperback | 448 Seiten | Fantasy | Kaufen?

Worum geht es?


Sie sind Schwestern. Sie sind Drillinge, die Töchter der Königin. Jede von ihnen hat das Recht auf den Thron des Inselreichs Fennbirn, aber nur eine wird ihn besteigen können. Mirabella, Katharine und Arsinoe wurden mit verschiedenen magischen Talenten geboren — doch nur, wer diese auch beherrscht, kann die anderen Schwestern besiegen und die Herrschaft antreten. Vorher aber müssen sie ein grausames Ritual bestehen. Es ist ein Kampf um Leben und Tod — er beginnt in der Nacht ihres sechzehnten Geburtstages …

(Die Rechte am Klappentext liegen bei penhaligon.) 

Meine Meinung:


Mirabella, Katherine und Arsinoe sind Drillinge und zugleich die Töchter der Königin. Im Kindesalter werden sie voneinander getrennt und jeweils in dem Reich unterrichtet, dem sie zur Macht verhelfen werden, wenn sie den Thron besteigen. Denn jede von ihnen hat ein bestimmte Gabe. Arsinoe ist eine Naturbegabte, Katherine eine Giftmischerin während Mirabella eine Elementwandlerin ist. Nur eine von ihnen kann den Thron besteigen. Dazu muss sie jedoch ihre Gabe voll entfalten und damit ihre beiden Schwestern töten. Die letzten Jahre waren immer die Giftmischer die Sieger über den Thron und sind sich daher mit Katherine sehr siegessicher. 
Doch während eine der Schwestern ihre Gabe schon stark entwickelt hat, versuchen die beiden anderen zu verschleiern, das ihre Gabe sie im Stich gelassen hat. 

Düster mutet der Klappentext an und düster ist auch die Atmosphäre im Buch. Wir steigen gleich bei den Giftmischern ein, die gruselige Praktiken vollziehen, um ihre Stärke nach außen zu tragen. Dunkel, kalt und melodramatisch werden wir in die Welt der Schwestern entführt. 
Die Kapitel werden abwechselnd aus der Sicht der Schwestern erzählt, deren Art und Lebensweise nicht unterschiedlicher sein könnte. Ihre Gaben haben sie an getrennte Orte verschlagen, die alle für sich genommen ihre Eigenarten und Charakteristika aufweisen und somit die Atmosphäre beeinflussen. 
Bis zur Hälfte des Buches werden die Charaktere aufgebaut und es gibt sehr wenig bis keine Handlung. Somit ist das Buch zwar stark in der Charakterbeschreibung, bis dahin allerdings ziemlich langweilig. Dazu kommt, dass mir nur eine der Schwestern wirklich symphatisch ist. Das mag Geschmackssache sein, hat mir das Lesen aber sehr schwer gemacht.

Danach macht das Buch eine starke Wende. Die Handlung wird rasant, bzw. wird überhaupt in den Fokus gerückt und Spannung entsteht. Die Reaktionen der Protagonisten sind an einigen Stellen schwer nachzuvollziehen und haben einige Handlungsstränge unplausibel erscheinen lassen. 
Stark zum Tragen kommt hier nun aber die ausgeprägte Charaktergestaltung, durch die das Buch und nun auch die Handlung getragen wird. 
Das Ende ist unfassbar, hat sich über die Länge des Buches aber schon abgezeichnet. Dennoch wird der Leser vor unvollendete Tatsachen gestellt und das Ende wirkt somit noch lange nach.

Fazit:


Ein solides Buch, das erst ab der Hälfte Fahrt aufnimmt. Das Ende ist jedoch so stark gestaltet, dass ich unbedingt wissen muss, wie es letztendlich weitergeht. Ich denke, dieses Buch wird auf gespaltene Meinungen treffen und ist definitiv auf dem Konto "Geschmacksache" zu verbuchen. Ich vergebe drei von fünf Lesepunkten.


*Diese Rezension ist in freundlicher Zusammenarbeit mit penhaligon entstanden, die mir hierfür das Buch als kostenloses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. 

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